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Oktober 2012: Crowdfunding für spannende Ideen

Mittwoch, Oktober 24th, 2012

In diesem Sommer habe ich mich erstmals mit den Chancen , Optionen und Risiken des webbasierten Crowdfundings beschäftigt und werde dies vor Allem in Richtung Crowdinvestment weiter verfolgen. Da man Dinge am Besten lernt, wenn man sie einmal selbst ausprobiert will ich gern meine Erfahrung hier teilen. Nach dem Besuch einer Informationsveranstaltung von Dresden Durchstarter, einer neuen regionalen Plattform im Startnext Netzwerk war mir klar, dass es in diesem Sommer die Chance für einen lang gehegten Fototraum von mir gibt, den ich mit vielen Dresdnern teile: Nyphenbadperformance
Alles Wissenswerte rund um das schlussendlich nicht erfolgreiche Projekt findet Ihr beim durchstöbern der Seite. Hier nur meine wichtigsten Erkenntnisse. Crowdfunding funktioniert am Besten wenn man:
# bereits eine (teilanonyme) Fanbasis hat (Bands Autoren etc.) die neue Stücke oder Texte erwartet
# wenn es sich um ein abgeschlossenes Projekt handelt
# wenn man spannende Dankeschöns im Angebt hat
# wenn das Projekt wirklich nach dem “Alles oder Nichts Prinzip” funktioniert
# und vor Allem, wenn das Projekt für internetaffine Menschen spannend ist

Im vorliegenden Fall waren nur die Punkte 2 und 3 (hoffentlich) erfüllt was zwar kurz vor Finanzierungsschluss zu einer Finanzierungsbereitschaft von 810 Euro führte, was ich beachtlich fand, was jedoch nicht reichte, um die vom Zwinger veranschlagte Fotogebühr zu decken.
Für die Zukunft kann ich mir, insbesondere vor dem Hintergrund einer fortwährenden Niedrigzinszeit verbunden mit fehlendem Vertrauen in Banken eine immer stärkere Anwendung von Methoden des Crowdinvestments für kleine Unternehmen vorstellen. Dies Bedarf sicher noch einiger neuen Regeln im Geldverkehr die ich im nächsten Blogbeitrag genauer beleuchten werde. Für Kunst und Kultur finde ich das System bereits jetzt als Zukunftsträchtig, insbesondere wenn öffentliche Geldgeber ein Ko-Funding je nach höhe der erreichten Finanzierung anbieten würden. Dies wäre dann mal eine Revolution der bisher gelebten lobbygeprägten Kulturförderung.

…reden wir darüber