Dezember 2013 - lernenden Unternehmen gehört die Zukunft

Inzwischen sind Fach- und Führungskräftemangel für Unternehmen und Organisationen jeder Größe zum aktuellen Thema geworden. Fachkräftemangel findet in den Medien eine breite Reflexion während das Zweite nicht so offensichtlich ist, jedoch für viele Unternehmen in Ostdeutschland in den kommenden Jahren existenziell werden kann. Gespräche mit Unternehmern und Personalern über die Entwicklung ihrer Organisation seit der Wende zeigen immer wieder das gleiche Muster: Menschen um die 40 nahmen 1990 ihr Leben noch mal in die Hand und gründeten Unternehmen auf Basis eines (in Dresden oft Ingenieursorientierten) Ideenstaus aus den Jahren des Sozialismus. Viele Unternehmen scheiterten, doch die heute noch existieren funktionierten:

  • durch eine (markt)überzeugende Idee
  • durch den persönlichen Einsatz und das Geschick des Gründers
  • jedoch selten auf Basis einer strukturierten betriebswirtschaftlichen Steuerung
  • Da der zweite Punkt nicht zu beeinflussen und der dritte Punkt auf Grund von fehlender Zeit niemanden zum Vorwurf gemacht werden kann, stehen nun zwanzig Jahre später große Herausforderung vor diesen Unternehmen, wenn es darum geht eine Nachfolge zu organisieren. Erschwerend kommt hinzu, dass auf Grund von fehlenden Berufsperspektiven während dieser Periode, die jetzt 40jährigen wo anders Herausforderungen gesucht haben bzw. jetzt in den erkämpften Positionen fest verankert sind und nicht für neue Aufgaben zur Verfügung stehen.
    Seit mehreren Jahren bin ich für EIPOS über das MBA Traineeprogramm mit der strukturellen Entwicklung von Führungskräftenachwuchs für den Mittelstand beschäftigt. Derartige Graduierungsprogramme sind für Absolventen mit einem ersten akademischen Abschluss und Führungsanspruch sinnvoll, die über ein solches Programm in zweieinhalb Jahren im Unternehmen ihre Kompetenzen nachweisen und entwickeln können. Für bereits im Unternehmen tätige Potentialträger ist dies jedoch nur selten eine Alternative.
    Hier werden zukünftig langfristige Personalentwicklungs- und Coachingprojekte an Bedeutung gewinnen. Hierbei kommen immer mehr blended learning Methoden und Technologien zum Einsatz, die individuell an die Anforderungen angepasst werden müssen. Dies setzt drei Dinge voraus:

  • Assessment des Lernziels/Potentialanalyse
  • Didaktisch sinnvolle Lernmodulkombination
  • Wissen um aktuelle Lerntechnologien und IT Unterstützung
  • Hier werde ich ab 2014 einen weiteren Angebotsschwerpunkt setzen und freue mich auf eine offene Diskussion zur individuellen Ausgestaltung. Nun wünsche ich einen schönen Nikolaus und eine besinnliche Weihnachtszeit.

    …reden wir darüber

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